25 Fragen an Markus Hesselmann

[01] Mit wem haben wir es zu tun?
Markus Hesselmann
[02] Ihr Jahrgang?
1967
[03] Was war Ihr ursprünglicher Berufswunsch?
Journalist.
[04] Was war Ihre durchschnittliche Deutschnote?
Hmmm, ich denke immer so eins bis zwei.
[05] Seit wann sind Sie Journalist?
1996 (Beginn Volontariat).
[06] In welchem Bereich arbeiten Sie (Print/Hörfunk/Fernsehen/Online)?
Online/Print.
[07] Was ist Ihr typischer Arbeitsgegenstand?
Berlin.
[08] Sind Sie frei oder angestellt?
Angestellt.

Spott und Leserbriefe

[09] Haben Sie ein Volontariat absolviert oder eine Journalistenschule besucht?
Volontariat beim Tagesspiegel.
[10] Was war Ihre erste Journalistentätigkeit?
Redakteur Berlin beim Tagesspiegel.
[11] Was war Ihre letzte Story? (zum Zeitpunkt des Fragebogen-Einreichens)
Ein Nachruf auf Bernd Trautmann.
[12] Gibt es eine Story, die Sie gerne gemacht hätten?
Eine Story, die ich sicher nicht selbst geschrieben, die ich aber gern verantwortet hätte, wäre gewesen: BER-Eröffnung wird verschoben – und zwar vor der entsprechenden Pressekonferenz.
[13] Haben Sie ein journalistisches Vorbild?
Erik Reger.
[14] Was ist Ihr Lieblingsmedium?
Economist, Kicker, Tagesspiegel.
[15] Hatten Sie einen peinlichen Moment im Berufsleben?
Als zu meinem Print-Bericht über ein Berliner Projekt der bayerischen Unternehmensgruppe Schörghuber in den späten Neunzigern die Überschrift und das Promo „Josef Schörghuber: Ein Bayer in Berlin“ gemacht wurden. Der Mann war da schon tot. Spott und Leserbriefe gab’s genug.
[16] Haben Sie Papiermedien zu Hause?
Tagesspiegel, FAZ/FAS, Süddeutsche.
[17] Was ist mit Datenjournalismus?
Da haben wir noch Potenzial (meine Positivdenker-Lieblingsantwort, wenn wir ärgerlicherweise hinterherhinken).
[18] Muss es immer crossmedial sein?
Ich glaube an das geschriebene Wort, auch online. Audiovisuelles funktioniert bei uns und unserer Zielgruppe am besten thematisch eingebettet in Texte.

Im Digitalen noch längst nicht angekommen

[19] Woher kommt zukünftig das Geld im Journalismus?
Von Lesern, von Sponsoren, von vielen, neu zu erschließenden, kleinteiligeren Werbequellen. Ohnehin wird vieles kleinteiliger (Stichwort „post-industrial journalism“).
[20] Journalisten, die über Journalisten schreiben, sind…
Metajournalisten (wichtige Leute, weil es wichtig ist, die Medien zu kontrollieren, aber wir haben da in Deutschland keinen Mangel).
[21] Was ist die größte Herausforderung für den Journalismus?
Für Printjournalisten im Übergang zum Digitalen liegen die drei kurzfristigen Hauptherausforderungen bei der Technik, bei der Interaktivität und bei der zeitlichen Flexibilität. Alles keine Raketenphysik, aber wir sind im Digitalen noch längst nicht angekommen.
[22] Wie sieht der Journalismus 2030 aus?
One source sucks, two sources suck a little less, three sources may still not be enough.
[23] Journalisten können/sollen/müssen…
handwerklich sauber arbeiten (siehe Punkt 22).
[24] Journalisten ohne Blog…
sind trotzdem Journalisten. Bloggen hilft aber, wegen Interaktivität und Transparenz. Habe selbst als Korrespondent aus London gebloggt und möchte lokal bald wieder einsteigen.
[25] Würden Sie sich heute nochmal für diesen Beruf entscheiden?
Unbedingt.
Ach, noch etwas:
Schöner Fragebogen.

Advertisements

2 Gedanken zu „25 Fragen an Markus Hesselmann

  1. „Für Printjournalisten im Übergang zum Digitalen liegen die drei kurzfristigen Hauptherausforderungen bei der Technik, bei der Interaktivität und bei der zeitlichen Flexibilität. “

    Und in der Refinanzierung …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s