25 Fragen an Falk Schreiber

 

Falk Schreiber. Foto: Caroline Zenker.

Falk Schreiber. Foto: Caroline Zenker.

[01] Mit wem haben wir es zu tun?
Falk Schreiber, Kulturjournalist.
[02] Ihr Jahrgang?
1972.
[03] Was war Ihr ursprünglicher Berufswunsch?
Puh. Auf jeden Fall nicht Journalist. Ich bin da einfach so reingeraten, als ich anfing, mich zu fragen: Was soll ich mit meinem geisteswissenschaftlichen Studium eigentlich anfangen?
[04] Was war Ihre durchschnittliche Deutschnote?
Immer so um die 2 rum, mal bisschen besser, mal bisschen schlechter.
[05] Seit wann sind Sie Journalist?
Erste Artikel in der Lokalzeitung erschienen Mitte, Ende der Neunziger.
[06] In welchem Bereich arbeiten Sie (Print/Hörfunk/Fernsehen/Online)?
Print und Online.
[07] Was ist Ihr typischer Arbeitsgegenstand?
Computer. Smartphone. Tablet. Telefon. Aufnahmegerät. Und: Stift und Block, ganz altmodisch.
[08] Sind Sie frei oder angestellt?
Angestellt, und dazu arbeite ich noch hin und wieder frei.

„Vorbild“, das klingt so, als ob ich schreiben möchte wie jenes. Das möchte ich nicht.

[09] Haben Sie ein Volontariat absolviert oder eine Journalistenschule besucht?
Volontariat.
[10] Was war Ihre erste Journalistentätigkeit?
Eine typische Sommerlochserie auf den Kulturseiten der Lokalzeitung: „Die schönsten Museen in Gießen“. Damals gab es drei.
[11] Was war Ihre letzte Story? (zum Zeitpunkt des Fragebogen-Einreichens)
Ich arbeite zum Zeitpunkt dieses Fragebogens an mehreren Geschichten parallel, deswegen fällt da eine Antwort schwer. Die letzte veröffentlichte war eine Besprechung der Ausstellung „Glam! The Performance of Style“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (erschienen in der jungen Welt).
[12] Gibt es eine Story, die Sie gerne gemacht hätten?
Ach. Wenn sie ohne mich nicht gemacht worden wäre, dann vielleicht.
[13] Haben Sie ein journalistisches Vorbild?
Es gibt sicher Autoren, bei denen ich denke: Boah, tolle Texte! Dietmar Dath. Silke Burmester. Aber „Vorbild“, das klingt so, als ob ich schreiben möchte wie die. Das möchte ich nicht.
[14] Was ist Ihr Lieblingsmedium?
Auf jeden Fall nicht Radio, oder war das gar nicht die Frage?
[15] Hatten Sie einen peinlichen Moment im Berufsleben?
Natürlich. Wenn man zu einem Interview nicht optimal vorbereitet geht. Wenn man merkt: Die These des Texts trägt nicht, und die Deadline ist schon zu nahe, um alles umzuschmeißen. Sowas sollte nicht passieren, aber es passiert.
[16] Haben Sie Papiermedien zu Hause?
Als Tageszeitung habe ich die taz abonniert. Aus Solidarität: Weil ich ein solches Medium unterstützenswert finde. Ansonsten kaufe ich mir noch manchmal am Kiosk die Dummy, weil ich sie gut finde. Und für längere Bahnfahrten andere Tageszeitungen, in der Regel FAZ oder Süddeutsche.
[17] Was ist mit Datenjournalismus?
Was soll damit sein?
[18] Muss es immer crossmedial sein?
Muss nicht, kann aber. Allerdings: Die Leute, die ich oben bei „Vorbilder“ genannt habe, arbeiten nicht crossmedial. Sind das dann schlechte Journalisten?

Jetzige privatwirtschaftliche Organisationsform hat keine Zukunft

[19] Woher kommt zukünftig das Geld im Journalismus?
Wenn ich das wüsste, würde mich ein Großverlag gleich als Manager einstellen. Ich weiß es aber nicht. Ein paar Ideen sind Subventionsmodelle, Stipendien, öffentlich-rechtliche Zeitungen … Ich bin mir ziemlich sicher, dass die privatwirtschaftliche Organisationsform, wie wir sie gerade haben, keine Zukunft hat.
[20] Journalisten, die über Journalisten schreiben, sind…
immer in der Gefahr, die eigene Position zu überschätzen. Und nichtsdestotrotz wichtig.
[21] Was ist die größte Herausforderung für den Journalismus?
Interessant zu bleiben.
[22] Wie sieht der Journalismus 2030 aus?
Anders.
[23] Journalisten können/sollen/müssen…
sich ihre Neugier auf Veränderungen nicht kaputt machen lassen.
[24] Journalisten ohne Blog…
können trotzdem gute Journalisten sein. Seit wann sind Blogs denn das Nonplusultra?
[25] Würden Sie sich heute nochmal für diesen Beruf entscheiden?
Es ist ja ein schöner Beruf, trotz allem. Praktikanten rate ich aber meist, sich genau zu überlegen, ob sie sich das wirklich antun wollen.
Ach, noch etwas:
Journalismus sollte Spaß machen. Der Journalistin. Und dem Leser.

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